100 Jahre Feuerwehr Ahlbach

Rückblick

Ahlbacher feiern ihre Feuerwehr
Am letzten Tag ihres Festprogramms zum 100-jährigen Bestehen wurde die Freiwillige Feuerwehr Ahlbach noch einmal mit prachtvollem Wetter belohnt. Strahlender Sonnenschein begleitete den großen Festzug gestern auf seinem Weg durch das Dorf, von der Ringstraße bis zum Festzelt am Spritzenhaus. 57 einzelne Zugnummern hatten die Ahlbacher Gastgeber aufgeboten, alle befreundeten Wehren aus der Region und den Nachbargemeinden machten mit, auch die Feuerwehr aus Albach, Partnerwehr seit mehreren Jahren, war mit einer historischen Feuerspritze dabei, die von Pferden gezogen wurde.

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... Einen stolzen Anblick boten die vielen Feuerwehrleute im Festzug in ihren hellblauen Hemden und dunklen Hosen, gestandene Männer und Frauen, die sich alle seit Jahren freiwillig und ehrenamtlich bei den Feuerwehren in ihren Gemeinden engagieren. Viele Wehren hatten ihren Nachwuchs dabei, Kinder und Jugendliche, die in den Jugendfeuerwehren an ihre Aufgaben herangeführt werden.

Die Stimmung war bestens, das ganze Dorf war auf den Beinen, die Straßen waren beflaggt, der Straßenrand gesäumt von Zuschauern. Vorneweg im Festzug gingen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Ahlbach, dann folgte die Pferdekutsche mit dem Schirmherrn Helmut Knapp aus Hintermeilingen und den Ehrengästen, darunter Bürgermeister Martin Richard (CDU), gleich dahinter zog ein historischer Traktor den Wagen mit den Ehrenmitgliedern der gastgebenden Freiwilligen Feuerwehr.

Prächtige Standarten wurden den einzelnen Wehren vorangetragen. Blaskapellen, Fanfarenzüge und Musikgruppen aus Langenbach, Thalheim, Dehrn, Wilsenroth und Obertiefenbach sorgten für Rhythmus und musikalische Stimmung bei den Zuschauern und bei den Teilnehmern des Umzugs. Historische Spritzen, Traktoren und Leiterwagen, darunter auch eine Ahlbacher Spritze von 1937, wurden im Zug mitgeführt und demonstrierten, wie die Feuerwehren in früheren Zeiten ausgerüstet waren. Auch die letzte Zugnummer bildete ein historischer Traktor mit Spritze. Einen bunten Farbtupfer im Festzug boten die Tanzmariechen aus Hadamar. Besonders bestaunt wurde ein Brauereiwagen, beladen mit blumengeschmückten Fässern und einem Blumenbogen. Er wurde von sechs kräftigen Pferden gezogen, deren Zaumzeug ebenfalls festlich in Grün und Rot geschmückt war.

Zuletzt zogen alle Feuerwehrleute zum feierlichen Abschluss ins Festzelt ein. Die Standartenträger, die Ehrengäste, die befreundeten Vereine und alle Besucher bildeten ein Spalier und bedankten sich mit rhythmischem Klatschen für den gelungenen Festumzug und die perfekte Organisation des Jubiläums. Die jungen Gäste wurden von Bernd Schmidt mit einem Kindertheaterstück unterhalten. Für die Großen klang das runde Geburtstagsfest der Freiwilligen Feuerwehr am gestrigen Abend mit Musik und Tanz stimmungsvoll und gemütlich aus. (eeg)

Festkommers mit Lob und Ehrungen
Beim Festkommers am Samstagabend war das für das große Jubiläum aufgestellte Zelt voll besetzt. 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr – und das ganze Dorf feierte selbstverständlich mit. Die Ahlbacher genossen den Geburtstag ihrer Wehr mit einem umfangreichen Programm und zahlreichen Gratulationen.
Conferencier Bernd Schmidt überließ das Wort dem Ersten Vorsitzenden der Wehr, Bernhard Müller, Wehrführer Frank Krämer und dem Schirmherrn der Feierlichkeiten, Helmut Knapp, der seit seinem 15. Lebensjahr Feuerwehrmitglied ist. Landrat Manfred Michel (CDU) gratulierte ebenfalls und richtete seinen Dank für den besonderen und dauerhaften Einsatz der Floriansjünger für ihre Mitbürger aus.
Bürgermeister Martin Richard (CDU) lobte drei besondere Eigenschaften der Ahlbacher Feuerwehr: «Nicht nur die starke Jugendabteilung, sondern auch die herausragende Einbindung der Feuerwehr in die Dorfgemeinschaft und die große Leistungsfähigkeit zeichnet sie aus», sagte er.
Die derzeit 37 aktiven Kameraden seien sehr gut ausgebildet und somit eine schlagkräftige Mannschaft, äußerte Ortsvorsteher Josef Krämer (CDU) in seinem Grußwort, an das sich die Pfarrer Dieter Lippert gratulierend anschließen konnten.
Stellvertr. Stadtbrandinspektor Peter Lorger zeigte sich neben Kreisverbandsvorsitzender Franz Josef Sehr sehr erfreut über das Jubiläum: «Man merkt, dass hier noch der Willen aus der Gründerzeit der Wehr vorhanden ist, stets den Ahlbacher Bürgern zur Seite zu stehen», sagte Sehr.
Besondere Grüße kamen auch von der Feuerwehr aus Fernwald-Albach, die mit den Ahlbachern eine lange Freundschaft verbindet sowie allen anderen Ahlbacher Vereinen.
Das große Jubiläumsfest nutzten die Ahlbacher Floriansjünger auch dafür, diejenigen auszuzeichnen, die sich seit vielen Jahren für die Wehr einsetzen. Aus den Händen von Landrat Manfred Michel erhielten Dieter Hilb und Torsten Schäfer das silberne Brandschutz-Ehrenzeichen für ihr 25-jähriges Engagement. Mit der silbernen Ehrennadel des Nassauischen Feuerwehrverbandes zeichnete Franz-Josef Sehr die Feuerwehrkameraden Dieter Hilb (für 20-jährige Vorstandsarbeit als Schriftführer) und Wehrführer Frank Krämer (seit 20 Jahren im Vorstand und war viele Jahre Jugendwart) aus. Ebenso ausgezeichnet wurde Walter Krämer, der für 42 Jahre im Vorstand der Ahlbacher Feuerwehr die goldenen Ehrennadel des Nassauischen Feuerwehrverbandes erhielt.
Spanisches Feuer brachte die Obertiefenbacher Tanzgruppe «Aires de Espana» in das Ahlbacher Festzelt, als die temperamentvollen Señoritas über die Bühne wirbelten. Auch gesungen wurde kräftig: «Menschen, bewahrt euch euren Frieden» und zwei weitere Liedbeiträge hatten die stimmgewaltigen Sänger vom MGV «Harmonie» Ahlbach mitgebracht, denen in diesem Jahr selbst noch ein großes Jubiläum bevorsteht: Ihr Gesangsverein feiert seinen 135 Geburtstag.
Nach gut drei Stunden Programm zeigte das aus Friedwald angereiste «DOC-Team» eine Stunt-Show, bei der die Artisten mit ihren Fahrrädern atemberaubende Sprünge zeigten.
Auch ihre Darbietung wird auf der DVD zu bewundern sein, die Feuerwehr-Mitglied Friedhelm Gundlach aufzeichnete und zum Verkauf anbieten wird. Mit Tanzmusik des Duos «Two 4 You» ging der bunte Abend zu Ende. Die Vorfreude auf den Festumzug am Sonntag war jedenfalls geweckt. (NNP - Presseberichte vom 18.08.08)

 

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